Mobiles haptisches Feedbacksystem (Portierung auf Google HTC Phone)
Masterarbeit vom 17. November 2010; offen
Themenkomplex - Vorgesehen ist die Bearbeitung der Teile durch mehrere Studenten (eigenständig,
oder auch in Gruppen)
In Autos werden
Informationen meist über den visuellen oder auditiven Sinneskanal übertragen
bzw. aufgenommen. Durch die Vielzahl an Geräten/Diensten im Fahrzeug
(Navigationssystem, ABS, ESP, Spurwechselassistent, mobile Anwendungen,
Multimediaanlage, etc.) werden diese Sinne zunehmends überfordert, führen zur
Ablenkung des Fahrers und in weiterer Folge zu Unfällen.
Im
Rahmen dieser Diplomarbeit soll der Bearbeiter entweder a) ein vibro-taktiles Benachrichtigungs-system entwickeln, welches Feedback
zusätzlich zu den Sinnen Sehen und Hören mittels Vibrationen (16 in den Sitz
integrierte Vibrationselemente) an den Fahrer übermittelt, oder b) ein drucksensitives Eingabesystem
aufbauen, das den Fahrer durch Auswertung der Druckverteilung (2 Sensormatten
auf Sitzfläche und Rücken mit je 2.304 Sensorelementen) auf der Matte erkennen
kann (Identifikation) und/oder aufgrund von Druckänderungen auf dessen
Aktivitäten schliessen kann (Ermüdung, Stress, etc.).
Examples (Application in Vehicles or in a Driving Simulator):
Nachfolgend finden sie einige Vorschläge; die
konkrete Aufgabenstellung wird gemeinsam ausgearbeitet und definiert - Freude
und Interesse an der Durchführung stehen im Vordergrund!
Abnahme von Daten in realem Fahrzeug (Blinker, Lichtschalter,
Lenkradwinkel, etc.) über Mikrocontroller; Datenverarbeitung im PC.
Reaktionszeiten bei haptischer, visueller, auditiver Wahrnehmung
vergleichenMultimodale Interfaces: Auswirkungen bei Kombination von v, h, a,
h+v, h+a, h+v+a, a+v (v…visuell, a…auditiv, h…haptisch).
Experimente bei realer Autofahrt oder als Simulation mit
voraufgezeichneter Fahrt auf Video (Vorteil: Wiederholbarkeit, gleiche
Voraussetzungen für alle - und damit bessere Vergleichbarkeit; Nachteil:
"Realitätsfremd").
Kombination von Sensormatten-Daten (image recognition) und
haptisches Feedback im Auto (Vibration nur dort, wo die Person auch tatsächlich
sitzt…).
Verwendung zur Navigation, in
Kombination mit GPS. Darstellung von beispw. Abbiegevorgängen durch Vibration
links, rechts des Sitzes. Übermittlung der Distanz bis zur Abbiegestelle durch
a) Frequenzänderung der Vibration, b) Vibrationsintensität, c) unterschiedliche
Vibrationsmuster etc.
Personenidentifikation und Aktivitätserkennung
mittels drucksensitiver Matten zur Steuerung von Fahrzeugfunktionen nutzen.
Prerequesites:
Experimentierfreudigkeit
Interesse an Prototypenentwicklung
Programmierkenntnisse in Java
und/oder C++
General Conditions:
Die geplanten und
durchzuführenden Experimente haben eine wissenschaftliche Aussage (Ergebnis)
zum Ziel, dh. empirische Evidenz sollte nachweisbar sein (Tests mit
ausreichender Zahl von Versuchspersonen, geeignete mathematische, statistische
Werkzeuge, etc.)
Weiteres Ziel, möglicher Bonus: Verwertung der
Ergebnisse in einem wissenschaftlichen Aufsatz (Paper, englischsprachig!) –
gemeinsam mit dem jeweiligen Betreuer der Arbeit, Einreichung zu einer
internat. Konferenz; Konferenzbesuch kann ermöglicht und finanziert werden.
Die schriftliche Arbeit ist in
deutsch oder englisch abzufassen (englisch bevorzugt à Verwertungskapazität für Paper).