DER STANDARD
Donnerstag, 11. Mai 2000, Seite 29
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Wien-Marathon am Handy

Ergebnisse werden per SMS und WAP verschickt

Beim Vienna City Marathon am 21. Mai werden sich Zuschauer und sonstige interessierte Kiebitze über die relativ jungen Handytechnologien SMS (Short Message Service) und WAP (Wireless Application Protocol) auf dem Laufenden halten können. Erstmals nämlich werden die Ergebnisse und Teilergebnisse auf die Handys verschickt und dies mit einer Zeitverzögerung von nur einigen Sekunden - hoffen jedenfalls die Betreiber. Außerdem ist es nunmehr möglich, sich über die Internetadresse www.vienna-marathon.com beziehungsweise wap.vienna-marathon.com einen persönlichen Trainingsplan zuzulegen, der den Laufsportler - ortsunabhängig - mit tagesaktuellen Trainingseinheiten versorgt.

"Damit kommen erstmals bei einem Stadtmarathon Mobilkommunikationslösungen zum Einsatz", so Alois Ferscha vom Institut für Informatik und Wirtschatsinformatik der Universität Wien, der die Lösungen entwickelt hat. Für das "Vienna City Marathon Wireless Solutions Concept" sollen sich schon andere Marathon-Veranstalter interessieren.

Beim WAP-Service, für das man lediglich ein WAP-fähiges Handy benötigt, lassen sich vollständige Ergebnissätze mit Namen, Startnummer, Gesamtrang, Klasse und Klassenrang sowie einiger Laufzeiten abfragen. Beim SMS-Service wird eine Fast-online-Ergebnisabfrage möglich sein. Das heißt, der Marathon-Interessierte erhält einen Ergebnissatz per SMS, kurz nachdem der Läufer (und damit der Computerchip) die Ziellinie überquert hat. Will man an diesem Service teilhaben, muss man sich vorher natürlich auf der Homepage des City-Marathons registrieren und mitteilen, über welche Personen/Startnummern man via SMS informiert werden will.

Laufplan

Das dritte Service aus dem universitären Informatik-Institut, die wöchentlichen Lauftrainingspläne, hat derzeit rund achthundert Abonnenten. Diese gehen dann halt, erzählt Ferscha, mit dem Handy laufen und gucken immer nach, welche Trainingseinheit ihnen heute vorgeschlagen wird. (ruz)


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DER STANDARD, 11. Mai 2000
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